constant-voltage-source-01.jpg

 

 

 
Automatische Spannungskonstanthalter
werden bei größerem Leistungsbedarf dort eingesetzt wo eine sinusförmige, von Netzschwankungen und Belastungsänderungen unabhängige Verbraucherspannung erforderlich ist. Sie eignen sich zur Versorgung ohmscher, induktiver und kapazitiver Betriebsmittel. Innerhalb des zulässigen Betriebsbereiches treten weder Funkstörungen noch zusätzliche Oberwellen auf.

Automatische Spannungskonstanthalter gewährleisten eine hohe langzeit- Stabilität des Ausgangsspannung. Wenn erforderlich, kann durch zusätzliche Ausstattung ein symmetrisches, getrenntes und erdfreies Netz in Sternschaltung mit voll belastbarem Neutral- Leiter bereitgestellt werden.

Diese getrennte und stabilisierte Spannungsversorgung bietet die Möglichkeit, optional eines der als TN- oder TT- oder IT- Netz bekannten Systeme oder deren Varianten darzustellen und die entsprechenden Schutzmaßnahmen anzuwenden.

Als Störminderungstransformatoren aufgebaute und sternpunktbildende Anpasstransformatoren können transiente und Gleichtakt- Störungen in beiden Richtungen dämpften.

Automatische Spannungskonstanthalter arbeiten mit geschlossenem Regelkreis. Die Ausgangsspannung wird gemessen und im Regler mit einem hochstabilen Sollwert verglichen. Weicht die Ausgangsspannung um mehr als 1% (Standard) vom Sollwert ab, wird √ľber einen Stelltransformator mit Servo-Antrieb eine Zusatzspannung so lange ver√§ndert, bis die Ausgangsspannung ihren Sollwert wieder erreicht hat. Die der Abweichung entsprechende Zusatzspannung wird zur Netzspannung addiert oder von dieser substrahiert .

Automatische Spannungskonstanthalter bestehen aus elektrisch und mechanisch einfach aufgebauten Komponenten. Sorgf√§ltige Materialauswahl und Verarbeitung bieten Gew√§hr f√ľr Zuverl√§ssigkeit, hohen Wirkungsgrad und lange Lebensdauer. Sie werden im In- und Ausland unter teilweise extremen √∂rtlichen und klimatischen Bedingungen betrieben und benutzt f√ľr die Stromversorgunge von
  • Laboratorien und Pr√ľffeldern
  • Industrielle Elektroheizungen
  • Datenverarbeitungsanlagen, insbesondere in Verbindung mit unserem St√∂rschutztransformator
  • Funk- Sende- und Empfangslagen
  • Radaranlagen
  • Klimatisierungseinrichtungen
  • Werkzeugmaschinen und Motoren
  • Schwei√üeinrichtungen
  • Beleuchtungsanlagen
  • Haushaltsger√§te
  • Ladeeinrichtungen f√ľr Akkumulatoren
  • Gleichstromverbraucher
  • Verpackungsmaschinen
Automatische Spannungskonstanthalter sind als Einbauger√§te oder als anschlu√üfertige Einheit im Geh√§use, auch mit bedarfsgerechter Zusatzausstattung lieferbar; geeignet f√ľr Eingangs- und Ausgangsspannungen bis zu 1000V 50 ... 60Hz und Nennleistungen bis zu 550kVA, abh√§ngig von Phasenzahl und Standard-Regelbereichen +/-10%, +/-15%, +/-20%.


Zusatz- Ausstattung

Automatische Spannungskonstanthalter können bei Bedarf mit zusätzlichen Einrichtungen ausgestattet werden, z.B. mit
  • Anpass- Transformatoren f√ľr unterschiedliche Eingangs- und Ausgangsspannungen
  • Sternpunkt- bildende Transformatoren in Sparschaltung oder getrennten Wicklungen f√ľr Netze ohne Neutral- Leiter.
  • St√∂rminderungs- Transformatoren mit speziellen D√§mpfungs- Eigenschaften f√ľr transiente und Gleichtakt- St√∂rungen.
  • Anwendungsbezogene Steuerungs-, √úberwachungs- und Meldeeinrichtungen.
  • Erweiterter oder unsymmetrischer Stellbereich z.B. bis zu +/- 30% oder +10/-30% etc.
Was automatische Spannungskonstanthalter nicht können:

  • Automatische Spannungskonstanhalter sind nicht geeignet, die Spannung am Ende langer Stichleitungen zu stabilisieren, wenn Leiterquerschnitt und Netzimpedanz eine Kompensation nicht zulassen.
  • Eine zuverl√§ssige Stabilisierung ist nur m√∂glich, wenn die Zuleitungen mindestens f√ľr den bei Ausregelung der Unterspannung auftretenden erh√∂hten Leiterstrom bemessen sind oder dass der Spannungsabfall zwischen √úbergabestelle und Abnahmepunkt ohne Konstanthalter nicht wesentlich mehr als 4% (DIN EN 60038) betr√§gt.

    Ein zuverl√§ssiger Betrieb wurde in einigen Grenzf√§llen dadurch erm√∂glicht, dass durch transformatorische Anpassung eine f√ľr das vorhandene Leitungssystem geeignete erh√∂hte Niederspannungs- Zwischenebene eingef√ľhrt wurde, die an der Abnahmestelle wieder reduziert und dort durch einen Automatischen Spannungskonstanthalter stabilisiert wird.
  • Automatische Spannungskonstanthalter sind nicht geeignet, Frequenzschwankungen instabiler oder die Sinusform stark gest√∂rter Netze zu regenerieren. Bei Standardger√§ten gilt 48 Hz als absolut niedrigste Betriebsfrequenz, Abweichungen der Kurvenform von Str√∂men und Spannungen werden in beiden Richtungen ohne wesentliche D√§mpfung √ľbertragen. Auslegung f√ľr bestimmte niedrige Frequenzen auf Anfrage.
  • Automatische Spannungskonstanthalter sind nicht geeignet, kurzzeitige Spannungsspitzen oder Spannungseinbr√ľche auszugleichen. Die statische Ausregelzeit wird durch die Synchrondrehzahl des Servomotors, die Betriebsfrequenz und den Regelbereich bestimmt:

    Frequenz 50 60 Hz
    Stellzeit 3,8 3,2 s
    Regelbereich +/- 10 15 20 10 15 20 %
    Regelgeschwindigkeit
    einphasig 230V
    12 18 24 14 21 28 V/s
    dreiphasig 400V 21 31 47 25 36 50 V/s

    Die in vorstehender Tabelle angegebenen Werte gelten f√ľr den Fall, dass sich die Eingangsspannung sprungartig ver√§ndert und dann verharrt. In der Praxis sind jedoch k√ľrzere dynamische Stellzeiten zu erwarten, weil der Regelvorgang bereits bei einer Spannungsabweichung von 1% beginnt.

Ausf√ľhrliche Informationen finden Sie in unserer Ver√∂ffentlichung "Automatische Spannungskonstanthalter"